In dieser Arti­kel­serie zeige ich dir, wie Non-Profit-Orga­ni­sa­tionen Info­gra­fiken erstellen und nutzen können. Dieser Artikel gibt dir Tipps für das Tool Pikto­chart, mit dem du schnell Info­gra­fiken erstellst.

Über­sicht über die Arti­kel­serie

Was ist Pikto­chart?

Wie startest du mit Piktor­chart? Lege dir einen Account an und probiere ein wenig im Tool herum. Die Bedienung ist grund­sätzlich sehr einfach. Du kannst eine Vorlage (Template) benutzen oder deine Grafik von Grund auf selbst bauen.

Für Info­gra­fiken helfen dir die Formen und Icons, die du einfügen kannst. Du weißt, was du darstellen möchtest?

Tipps für Info­gra­fiken in Pikto­chart

Dann gehe so vor:

Vorarbeit

Skiz­ziere auf ein Blatt Papier, welche Elemente du in deine Info­grafik einbinden möchtest: Icons, Diagramme, Texte, Schmuck­ele­mente.

Passende Icons und Elemente in Pikto­chart suchen

Suche dir die passenden Icons und Elemente in Pikto­chart und füge sie ein.

Achte dabei darauf, dass die Elemente gut zusam­men­passen. Sie sollen aussehen, wie „aus einem Schnitt“. Bei Icons achtest du darauf, dass sie dieselben Farben und einen ähnlichen Stil haben? Wie du das siehst?

Nutze Icons, die aus vielen Farben bestehen, nur mit anderen Icons, die auch aus vielen Farben bestehen. Schwarzweiß-Icons oder Icons in einer Farbe kombi­nierst du mit anderen Schwarzweiß-Icons bzw. Icons in einer Farbe. Wichtig ist außerdem der Stil: Besteht ein Icon aus dicken Linien? Dann kombi­niere ihn mit anderen Icons aus dicken Linien. Ist ein Icon sehr detail­reich? Dann suche dir andere Icons, die sehr detail­reich sind. Noch nicht verstanden? Pikto­chart erklärt die Wahl von Icons und Schriften nochmal ausführlich.

Hier stößt du viel­leicht an deine Grenzen: Bestimmte Icons, die etwas spezi­elles visua­li­sieren, findest du hier nicht. Dann musst du deine Idee anpassen oder andere Icons nehmen, die die Bedeutung nur ungefähr trans­por­tieren. (Oder du steigst auf ein Vektor­pro­gramm um und erstellst selbst Icons, die genau das abbilden, was du willst. Bis du das gelernt hast, dauert es aber etwas.)

Um passende Icons und Formen (Shapes) zu finden, kannst du entweder die Kate­gorien durch­suchen (Gehe in die Kate­gorie „Graphics“, klicke auf „Shapes and Icons“ und dann kannst du unter dem Suchfeld die Kate­gorie auswählen und durch­scrollen) oder du gibst einen (engli­schen) Such­be­griff ein. Der Such­be­griff darf nicht zu speziell sein: Zu „Boss“ gibt es etwa keine Icons. Suche also nach „Person“ und kombi­niere den Personen-Icon mit einem anderen Icon, der dann zeigt, dass diese Person ein Chef ist. Sei kreativ und brain­storme, wie du Begriffe aus mehreren Icons zusam­men­setzen kannst.

Du musst Begriffe auch nicht aus mehreren Icons zusam­men­setzen. Es reicht, einen einfachen Icon zu nehmen und durch Text zu erklären, um was es sich dabei genau handelt. Zum Beispiel ergänzt du den Personen-Icon mit dem Schriftzug „Text“. Das heißt dann, dass in dieser Info­grafik dieser Icon als Chef wahr­ge­nommen wird. Du solltest ihn danach nicht wieder einsetzen, wenn du nicht von Chef sprichst.

Nutze ihn also nicht für andere Personen, die nicht den Chef darstellen sollen. Dann suche dir lieber einen zweiten Icon, der den Personen-Icon indi­vi­dua­li­siert. Zum Beispiel könnte der Personen-Icon eine Mütze aufhaben. Wenn du dann den Schriftzug „Chef“ einsetzt, kannst du die Person mit Mütze in deiner gesamten Info­grafik als Chef einsetzen, und musst nicht einmal jedes Mal erklären, dass es sich hierbei um den Chef handelt.

Du kannst also indi­vi­duelle Icons schaffen, indem du Icons kombi­nierst. Sie müssen nicht selbst­er­klärend sein, keiner würde schließlich auto­ma­tisch eine Person mit Mütze als Chef ansehen. Aber indem du einen Schriftzug in einem Teil deiner Info­grafik hinzu­fügst, asso­zi­ieren die Betrachter mit dieser Person mit Mütze den Chef. Das geht nur, wenn du nicht zu viele verschiedene Icons nutzt. Dann verwirrt das, wenn die Icons nicht komplett selbst erklärend sind.

Um deine Icons an dein Design anzu­passen, verändere bei den schwarzen Icons die Farbe. Das machst du in der Leiste über dem Bereich deiner Info­grafik. Unter „arrange“ (eben­falls ein Symbol) kannst du einstellen, welches Element weiter vorne zu sehen ist. Schließlich verdeckt ja nicht der Kopf der Person die Mütze, sondern die Mütze den Kopf. Dort kannst du deine Icons auch hori­zontal oder vertikal spiegeln und so an deine Bedürf­nisse anpassen.

Sieh dir einmal das meine Beispiel-Info­grafik an: Die Icons sind nicht selbst­er­klärend. Oder wüsstest du ohne den Text, dass es sich bei den Personen unten in der Info­grafik um Schüler handelt? Dass der Hand-Herz-Icon die soziale Kompo­nente darstellen soll? Dass die erwach­senen Personen unten rechts Lehrer sind? Das heißt: Du kannst Icons wählen, die deine Aussage nur sehr grob unter­stützen. Zusammen mit dem Text versteht der Betrachter schnell, was gemeint ist.

Achte außerdem auf die verschie­denen Icons im Beispiel unten: Ich habe nur Icons gewählt, die aus Strichen bestehen. Bunte Illus­tra­tionen würden hier nicht zu passen. Außerdem habe ich die Über­schriften für das Diagramm und die Beschriftung als extra Text­felder hinzu­gefügt.

Infografik zum Projekt digitalmachmal, bestehend aus einem Diagramm und vielen Icons und Zahlen, erstellt in Piktochart
Info­grafik erstellt mit Pikto­chart

 

Texte einfügen

Du brauchst natürlich neben Icons auch Text. Der ist sehr einfach einzu­fügen. Du wählst einfach eine der Vorlagen aus, je nachdem, was du einfügen willst: z. B. den Titel deiner Info­grafik oder den Fließtext (Body Text). Unter “Text Frame” findest du zusätz­liche Vorlagen für Text­felder. Diese kannst du aller­dings nur sehr einge­schränkt verändern. Zum Beispiel kannst du die Farbe nicht verändern, anders als bei den Icons. Hier musst du also nach Vorlagen suchen, die zu deinem Farb­schema und deinem Stil passen.

Du siehst dort viele Vorlagen, die typisch für Info­gra­fiken sind. Prak­tisch sind z. B. das abwärts-Symbol mit der Prozentzahl daneben oder die große Prozentzahl mit erklä­rendem Text darunter. Zum Teil lassen sich die Größen der Texte nicht einstellen. Dann musst du die Vorlagen mithilfe der Formen und einzelner Text­felder selbst nach­bauen.

Achte darauf, dass dein Text gut zu deinem rest­lichen Design passt und sich dort einfügt. Es soll so aussehen, als wäre die Info­grafik in einem Rutsch von einer Person erstellt worden.

Elemente grup­pieren & Tasta­tur­kürzel verwenden

Du kannst Elemente grup­pieren, um sie gemeinsam zu verschieben (Rechtsklick und dann ->“Grup­pieren“. Außerdem funk­tio­nieren Shortcuts wie Strg+C auch in Pikto­chart.

Diagramme und Karten

Unter „Tools“ findest du Diagramme (Charts) und Karten.

In dem Bear­bei­tungsmenü, wo du die Daten für die Diagramme eingibst und einen Diagrammtyp auswählst, siehst du rechts ein Einstel­lungen-Symbol. Dort nimmst du weitere Einstel­lungen vor wie z. B. die Farbe deines Diagramms und ob eine Legende vorhanden sein soll. Eine direkte Beschriftung lässt sich dort leider nicht auswählen. Nutze dafür extra Text­felder, die du dann an die rich­tigen Stellen schiebst. Dann grup­pierst du sie gemeinsam mit dem Diagramm.

Leider lassen sich bei Diagrammen nicht alle Elemente anpassen, Schrift­arten kannst du zum Beispiel nicht ändern und nur wenige Farben für die Über­schrift auswählen. Bleibt nur die Hoffnung, dass das noch ange­passt wird. Damit dein Diagramm zum Design passt, verwende ein extra Textfeld für die Über­schrift. Dieses kannst du dann anpassen, wie du es brauchst.

Die Karten sind super: Sehr schnell kannst du dort Werte visua­li­sieren. Du suchst einfach im ersten Schritt ein Land oder eine Region aus. Dann klickst du auf “Edit this map”. Leider kannst du nur Werte für Länder und Bundes­länder visua­li­sieren. Regie­rungs­be­zirke, Land­kreise und co bietet Pikto­chart nicht an. Dafür geht die Visua­li­sierung aber echt super schnell und einfach.

Damit die Farben einer Karte die Werte für jede Region anzeigen, musst du das erst akti­vieren. Dafür klickst du rechts von “Data” auf “Data Visua­li­zation” und akti­vierst dann “Area-value map”. Dort kannst du auch zwei Farben auswählen, die Pikto­chart dann für die Visua­li­sierung in verschie­denen Schat­tie­rungen nutzt.

Wenn du eine direkte Beschriftung deiner Karte möchtest, kannst du die Legende deak­ti­vieren und selbst einzelne Text­felder für jede Region hinzu­fügen. Das machst du außerhalb des Einstel­lungs­fensters für die Karte. Danach grup­pierst du die Karte und die Text­felder, damit du sie gemeinsam verschieben kannst.

Weiter­lesen

Pikto­chart hat auch einen netten und hilf­reichen Blog mit Tipps zum Design. Es lohnt sich, da mal rein­zu­sehen. Los geht’s: Starte deine erste Info­grafik. Bedenke dabei immer die Design­tipps. Übe dich im Grafik­design mit Pikto­chart.

Das Pikto­chart-Logo auf deinen Info­gra­fiken stört dich und die Pro-Version kostet zu viel Geld? Dann lerne, mit einem Vektor­gra­fik­pro­gramm umzu­gehen. (Außer Adobe Illus­trator, das ist ja noch viel teurer.) Pikto­chart hat übrigens eine redu­zierte Pro-Version für Non-Profit-Orga­ni­sa­tionen.

Hast du Verständ­nis­fragen oder brauchst du noch mehr Tipps? Stelle deine Frage einfach in den Kommen­taren.

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