Dein Magazin besteht aus weiteren Elementen. In diesem Artikel stelle ich dir einige vor und gebe dir einige Tipps an die Hand. Die einzelnen Elemente stelle ich nur kurz dar, damit du schnell loslegen kannst, um diese Elemente in dein Magazin zu inte­grieren. Wer mehr zu Unter­über­schriften, Leadt­exten oder Bild­un­ter­schriften wissen will, findet aber weiter­füh­rende Link­tipps.

Über­blick über die bisher erschie­nenen Artikel

Absatz­stile

Ein Tipp noch vorab: Erstelle dir für alle Text-Elemente einen Absatzstil. Damit kannst du später schnell alle Zwischen­über­schriften oder Bild­un­ter­schriften anders forma­tieren. Wie das geht habe ich dir hier erklärt.

 

Leadtext

Der Leadtext steht meist nach der Über­schrift. Der Leser erfährt durch den Leadtext, was ihn im Haupttext erwartet. Die Über­schrift ist der Eye-Catcher und weckt die Aufmerk­samkeit des Lesers. Im Leadtext erfährt er dann näheres zum Text und entscheidet, ob ihn der Text inter­es­siert. Über­schrift und Leadtext stehen norma­ler­weise zusammen.

Der Leadtext sollte größer gedruckt sein als der Fließtext, aber sehr viel kleiner als die Über­schrift. Wichtig ist, dass er sich von den anderen Elementen klar unter­scheidet, damit der Leser ihn schnell findet. Ein Leadtext ist länger als die Über­schrift, erstreckt sich oft über mehrere Zeilen.

Daher gilt: Kapi­tälchen sind zwar nett anzu­sehen, aber vor allem über mehrere Zeilen sehr schwer lesbar. Und wenn schon der Teaser schwer lesbar ist, wer hat dann noch Lust, den ganzen Artikel zu lesen?

Der Leadtext wird auch „Einlauftext“ genannt, im Engli­schen werden die Begriffe „intro“, „stand-first“ oder „deck“ verwendet. Mehr zum Leadtext erfährst du in diesem Artikel.

Große, künstlerische Headline. Darunter schlichter, einfacher Fließtext, in dem ein Intro zu dem Text steht.

Große Headline in Kapitälchen, darunter ein einzeiliger, kurzer Leadtext

Einige Möglich­keiten, wie du Leadtexte von der Über­schrift und dem Fließtext unter­scheidest:

  • Eine andere Schrift­farbe (Vorsicht, nicht zu viele Farben einsetzen!), z. B. eine dunklere Schat­tierung als die Über­schrift
  • Die Schriftart des Fließ­textes verwenden. In diesem Fall setzt sich der Leadtext vom Fließtext durch die größere Schriftart und ggf. einen größeren Zeilen­ab­stand ab.
  • Den Leadtext mit einer Hinter­grund­farbe versehen.

Große orangene Headline mit Leadtext darunter. Leadtext ist in weiß, mit einem orangenen Rechteck hinterlegt

 

Zwischen­über­schriften

Zwischen­über­schriften führen deinen Leser durch den Text. Seiten­weise Fließtext ohne Unter­bre­chung? Lang­weilig. Zwischen­über­schriften machen lange Texte lesbarer, indem sie sie unter­brechen. Außerdem findet der Leser schneller die Abschnitte des Artikels, die ihn inter­es­sieren.

Zwischen­über­schriften teilen den Fließtext in mehrere Abschnitte ein. Entweder du setzt Zwischen­über­schriften größer als den Fließtext, oder du markierst sie durch eine fette Schrift oder Farbe. Sie sollten klar vom Fließtext zu unter­scheiden sein. Setze Zwischen­über­schriften nicht zu Beginn einer Spalte, sonst wirkt es, als würde dort ein ganz neuer Artikel anfangen.

Willst du dich mehr mit Unter­über­schriften beschäf­tigen? Dieser Artikel zeigt dir Beispiele für Zwischen­über­schriften und Do’s und Dont’s.

Fließtext mit Zwischenüberschriften, die in derselben Schriftart gehalten sind wie der Fließtext, nur in fett gedruckt.

Die Schriftart deiner Über­schrift oder deines Leadt­extes kannst du in der Zwischen­über­schrift wieder­holen.

Unterüberschriften in derselben Schriftart wie die Headline und der Leadtext, in derselben Farbe wie die Headline

 

Bild­un­ter­schriften

Bild­un­ter­schriften sind ein weiteres Element in deinem Magazin. Sie beschreiben deine Bilder näher.

Du solltest sie nicht am Grund­li­ni­en­raster ausrichten, da sie kleiner als der Fließtext sind. Richtest du sie am Grund­li­ni­en­raster aus, hätten sie denselben Zeilen­ab­stand wie der Fließtext, und das bei einer klei­neren Schrift­größe. Das sieht nicht so gut aus.

Du wirst die Bild­un­ter­schriften wahr­scheinlich erst einmal einfach gestalten. Setze deine Bild­un­ter­schriften unter das jeweilige Bild, rechts oder links daneben. Sie sollte links­bündig sein, wenn sie rechts vom Bild steht, rechts­bündig, wenn sie links vom Bild steht.

Die Schrift­größe von Bild­un­ter­schriften ist norma­ler­weise dieselbe oder kleiner als die des Fließ­textes. Die Bild­un­ter­schrift sollte sich dicht am Bild befinden, damit sofort klar ist, zu welchem Bild sie gehört.

Nikola erklärt dir, wie du Bild­un­ter­schriften setzt. Der Artikel ist zwar auf englisch und mit einigen Fach­be­griffen versehen, aber die Bilder sind einfach zu verstehen.

Im Engli­schen heißen Bild­un­ter­schriften übrigens „captions“, falls du mal nach Inspi­ra­tionen auf pinterest suchen möchtest.

Bildunterschrift unter dem Bild, in derselben schriftart wie der Fließtext, in einer kleineren Schriftgröße

 

Text ist linksbündig, Bildunterschrift steht rechts vom Bild
Text ist links­bündig, Bild­un­ter­schrift steht rechts vom Bild

 

Text ist linksbündig, Bildunterschrift steht rechts vom Bild, hier ist die Überschrift zusätzlich fett gedruckt
Text ist links­bündig, Bild­un­ter­schrift steht rechts vom Bild

 

Autoren­zeile

In der Autoren­zeile steht der Autor des Artikels – logisch.

Meistens steht die Autoren­zeile unter der Über­schrift, du kannst sie aber auch ans Ende des Artikels setzen. Eine Variante ist, dass du statt der Autoren­zeile ein Foto vom Autoren, den Namen und einen kleinen Vorstel­lungstext ans Ende des Artikels setzt.

Die Autoren­zeile heißt im Engli­schen „byline“.

 

Autorenzeile hier direkt unter der Überschrift, von einem Rechteck mit lila Kontur umhüllt
Eine Möglichkeit: Den Autoren mit einem Kasten einfassen.

 

Autorenzeile rechts von der Überschrift, schlichte Schriftart, klein gedruckt
Oder eine schlichte Autoren­zeile wählen

 

Hier ein ganzer Absatz über den Autoren, daneben ein Autorenfoto und die Überschrift „Über den Autoren“ darüber
Oder du gestaltest gleich einen ganzen Text zu dem Autoren, mit einem Autorenfoto dazu.

 

Bei Foto­grafien kannst du die Credits auch senk­recht neben das Bild setzen:

Hier ist nicht die Autorenzeile, sondern der Fotograf vermerkt. Der Fotografenname steht senkrecht am rechten Rand des Bilds.

 

Seiten­zahlen

Der Fach­be­griff für Seitenzahl ist Pagina. (Kleiner Fach­be­griffs-Exkurs: Steht die Pagina alleine, so handelt es sich um einen soge­nannten toten Kolum­nen­titel. Steht sie zusammen mit einem Text, dann handelt es sich um einen lebenden Kolum­nen­titel. Als Text kann neben der Seitenzahl z. B. die Kapi­tel­über­schrift oder ein Rubri­k­en­titel stehen.)

Bei den Seiten­zahlen kannst du dich austoben. Sie sollten natürlich zu finden und lesbar sein, aber ansonsten hast du sehr viele Möglich­keiten der Gestaltung.

Eine große Seitenzahl unten rechts, ragt ins Bild hinein

Große farbige Seitenzahl, die hinter dem Text steht

Seiten­zahlen können mittig, oben oder unten auf der Seite stehen, innen oder außen. Ganz groß als deko­ra­tives Element und Blickfang, oder ganz klein und unauf­fällig. Künst­le­risch, schlicht oder elegant: Auch die Seiten­zahlen tragen zur gewünschten Wirkung deines Magazins bei.

Unten auf der Seite ein orangenes Band, die Seitenzahl in weiß

 

Rubri­k­en­titel

Der Rubri­k­en­titel zeigt deinen Lesern, wo sie sich im Heft befinden. Der Rubri­k­en­titel ist also eine Art „Kapi­tel­an­zeiger“, auch wenn es in einem Magazin keine rich­tigen Kapitel gibt.

Der Rubri­k­en­titel sollte nur einmal auf einer Doppel­seite stehen. Nur wenn rechts ein neues „Kapitel“ beginnt, sollte er auf beiden Seiten stehen.

Rubrikentitel links oben, mit Linie darunter
Rubri­k­en­titel mit Linie von links
Rubrikentitel oben links, links davon eine Linie von oben
Rubri­k­en­titel mit Linie von oben
Rechts oben auf der Seite der Rubrikentitel
Titel oben rechts, mit Kapi­telname

 

 

Info­boxen

Möchtest du in deinem Magazin Info­boxen mit zusätz­lichen Infor­ma­tionen bereit­stellen? Diese Infobox sollte sich deutlich von deinem Fließtext unter­scheiden. Sie können auch eigene Über­schriften haben.

Im Engli­schen nennen sich diese Boxen „Box Copy“ oder „Panel“:Infobox in grau, mit Überschrift vor rotem Rechteck, in größer

Zwei Möglich­keiten, Info­boxen zu gestalten und auf deine Seite zu inte­grieren:

Infobox in grau, mit rotem Icon oben rechts

Infobox in grau, mit Überschrift vor rotem Rechteck

 

Margi­nalien

Für Rand­be­mer­kungen kannst du auch eine eigene Rand­spalte gestalten. Dort stehen Zusatz­in­for­ma­tionen, z. B. Erklä­rungen von Fach­be­griffen, oder auch Zwischen­über­schriften.

Marginalien am rechten Rand der Seite, in der Randspalte, mit Überschrift in buntem Kasten

 

 

Du bist dran

Überlege dir: Welche Elemente brauchst du für dein Magazin? Gestalte von jedem Element, welches du benö­tigst, eins. Lege für deine Elemente Absatz­stile an und benenne sie nach dem Element. (Absatzstil „Zwischen­über­schrift“, „Autoren­zeile“, etc.)

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