Über diese Arti­kel­serie

Mitt­ler­weile sind fast jedem Enga­gierten Google Docs und doodle ein Begriff. Viele weitere Tools sind dagegen weniger bekannt. Im Netz finden sich viele Tool­listen, mit kosten­freien Tools, oft aber sind darunter Tools, die in der kosten­freien Basis­version so große Funk­ti­ons­ein­schrän­kungen haben, dass sie sich nicht mehr sinnvoll nutzen lassen. Daher stelle ich in meiner Arti­kel­serie Tools für den Non-Profit-Alltag viele nütz­liche, kostenfrei (sinnvoll) nutzbare Tools vor.

Das ist die richtige Arti­kel­serie für einen verreg­neten Sonn­tag­nach­mittag, an dem du außer auf dem Sofa sitzen und Kaffee (wahl­weise Tee oder ein anderes Getränk) nichts vorhast. Denn viele der Tools, gerade die aus dem grafi­schen Bereich, laden dazu ein, herum­zu­pro­bieren, auszu­testen, der Krea­ti­vität freien Lauf zu lassen. Wenn du nicht weißt, was du suchst, dich aber über neue Tools freust, bist du hier richtig.

Da es schon so viele tolle Beschrei­bungen & Videos zu den meisten Tools gibt, verzichte ich hier auf ausführ­liche Erfah­rungs­be­richte. Statt­dessen habe ich die Tools in Kate­gorien sortiert und die Beschrei­bungen verlinkt.

Video

Lumen

Lumen ist ein span­nendes Tool, mit dem im Hand­um­drehen aus einem Artikel oder Blog­eintrag ein Video für den Einsatz in Social Media kreiert werden kann. Das Ganze startet mit dem Eingeben des Links deines Artikels. Das Tool fügt auto­ma­tisch den Text des Artikels hinzu. Diesen kannst du danach bear­beiten. Anschließend fügt das Tool durch künst­liche Intel­ligenz Bilder hinzu, die vom Nutzer durch kostenlose Bilder aus der Datenbank oder eigene Bilder ausge­tauscht werden können. Auch Musik lässt sich hinzu­fügen. Dieser Artikel stellt Lumen vor. Der Export ist in der kosten­losen Version aller­dings nur in 480p SD möglich.

Eko

Wer für Abwechslung in Social Media oder auf der Vereins­website sorgen will, der sollte sich Eko mal ansehen. Das Tool ermög­licht non-lineares Story­telling. Das heißt, du schaust dir ein Video an, und kannst zwischen­durch Entschei­dungen treffen, die einen Einfluss auf die Geschichte haben. Je nachdem, was du tust, verläuft die Geschichte in eine andere Richtung. Damit lässt sich allerhand machen! Dieser Artikel stellt das Tool vor und zeigt ein Beispiel.

Adobe Spark

Mit Adobe Spark kannst du kostenlose Videos erstellen. Du kannst deine eigenen Video­se­quenzen, Fotos und Musik hoch­laden. Die Video­se­quenzen dürfen dabei nicht länger als 30 Sekunden sein. Damit eignet sich Adobe Spark vor allem für kürzere Videos. In der kosten­losen Version blendet Adobe Spark im Video ständig ein Logo ein, was nicht ganz so schön ist. Außerdem sind die Einstell­mög­lich­keiten sehr gering. Du kannst den Text auf dem Video etwa nur begrenzt an unter­schied­lichen Stellen im Bild einsetzen. Ein nettes Feature sind die Icons, die Adobe Spark kostenlos anbietet. Jedoch kannst du nur ein Icon pro Bild verwenden. Text lässt sich sehr einfach zu dem jewei­ligen Video­ab­schnitt einsprechen, was sehr prak­tisch ist. Insgesamt ist die kosten­freie Version eine nette Abwechslung im Design zu Videos, die in Lumen erstellt wurden. Dieser Artikel stellt Adobe Spark vor, jedoch können mitt­ler­weile weniger Einstel­lungen vorge­nommen werden, als beschrieben.

Wenn du nur Fotos einbinden willst, würde ich Lumen vorziehen. Hier können mehr Einstel­lungen vorge­nommen werden. Wenn auch Video­se­quenzen enthalten sein sollen, sehe nach, ob Microsoft Movie Maker auf dem eigenen (Windows-)PC vorin­stal­liert ist. Damit können einfach auch längere Videos geschnitten werden. Wer mehr Funk­tionen braucht, sollte sich DaVinci ansehen.

Tastemade

Tastemade ist eine kostenlose App, um einmütige oder 20 Sekunden lange Videos zu kreieren. Gut geeignet als für Social Media. Du drehst nach­ein­ander kurze Videos mit deinem Smart­phone. Die Länge der Videos ist vorge­geben und du kannst die Reihen­folge der Video­se­quenzen nicht verschieben. Die Struktur des Videos ist damit stark vorge­geben. Das Video lässt sich über viele Social-Media-Kanäle teilen oder als Videolink abspei­chern. Dieser Artikel stellt Tastemade vor.

Tele­prompter Video Creator

Mit der App Tele­prompter Video Creator kannst du dein Handy als Tele­prompter nutzen. Hilf­reich zum Beispiel, wenn du ein Imagefilm über deinen Verein drehst. Jemand soll einen vorge­schrie­benen Text einsprechen? Plat­ziere dein Handy hinter einer Kamera und die App zeigt den Text an. Stan­dard­mäßig wird mit der App gleich­zeitig ein Video aufge­nommen, was sich nicht ausstellen lässt. Die Qualität des Videos ist nicht sonderlich gut. Eine andere Kamera-App auf dem Handy kann nicht genutzt werden, aber dann müssen eben eine Digi­tal­kamera oder ein anderes Smart­phone ran. Dieser Artikel stellt den Tele­prompter Video Creator vor.

DaVinci Resolve

Das kostenlose Video­schnitt-Programm DaVinci Resolve besitzt den Funk­ti­ons­umfang von Profi-Schnitt­pro­grammen. Am Anfang wirkt es auf den neuen Nutzer erschlagend. Wer sich damit beschäftigt, findet sich aller­dings schnell in das Programm und die wich­tigsten Funk­tionen hinein. Ein tolles Tool. Dieser Artikel beschäftigt sich mit DaVinci Resolve.

Story­boarder

Für ein gutes Video ist ein Story­board essen­tiell. Story­boarder ist ein kosten­loses Tool, welches dabei hilft.

Audio & Interview

Tape­Write

Podcasts mit Bildern aufpeppen? Das geht mit Tape­Write. An verschie­denen Stellen im Video kannst du Bilder, Texte oder Zitate posi­tio­nieren. Das Ziel ist vor allem, Podcasts anspre­chender in den Social Media teilen zu können. An die jewei­ligen Stellen im Video lassen sich deine Follower auch direkt verweisen. Wenn du also einen bestimmten Ausschnitt aus deinem Podcast kommen­tieren möchtest, ist das so kein Problem mehr. Dieser Artikel erzählt mehr zu Tape­Write. In der kosten­losen Version kannst du nur 5h Material spei­chern und deinen Podcast nicht migrieren. Ob das Tool was für dich ist, musst du also selbst entscheiden.

Soudcite

Soudcite fügt mitten in deinen Text (natürlich dahin, wo du möchtest) einen Audio­button ein und hinterlegt eine Text­passage grau. Deine Nutzer können zum Text dann eine Audio-Datei anhören. Etwa, wie jemand den über­setzten Satz auf seiner Mutter­sprache sagt, passende Geräusche oder einfach den O‑Ton einer Inter­view­passage. Für mehr Abwechslung in deinen Texten. Dieser Artikel stellt das Tool vor.

Aller­dings frage ich mich bei diesem Tool momentan noch, wie es um die Barrie­re­freiheit bestellt ist. Liest der Screen­reader den grau hinter­legten Text vor? Oder funk­tio­niert das nicht? Und wie kann der Story­teller das zusätz­liche Element ggf. für Menschen zugänglich machen, die einen Screen­reader verwenden? Wer eine Idee hat oder sich besser auskennt, kann sich gerne bei mir melden.

Audacity

Audacity ist eines der bekann­teren der hier vertre­tenen Tools. Podcasts oder andere Audio­da­teien lassen sich mit Audacity kostenlos bear­beiten. Dieser Artikel verrät mehr über dieses nütz­liche Programm.

Cogi

Die App Cogi hilft Inter­viewern mit einer beson­deren Funktion: Nach dem Start App lauscht zunächst dem Gespräch. Merkt der Inter­viewende, dass der Inhalt spannend werden könnte, startet er die Aufnahme. Da der Gesprächs­partner ja schon etwas rele­vantes gesagt hat, springt die App zurück und spei­chert einige Zeit vor dem Start der Aufnahme. Diese Zeit ist auch einstellbar. Dieser Artikel stellt Cogi vor.

Audiogram

Podcast­macher können mit Audiogram ihrem Podcast ein Video hinzu­fügen, um den Podcast in den sozialen Medien besser sichtbar zu machen. Das Video zeigt eine Grafik, die sich dem Sound der Audio­datei nach bewegt, und ein Hinter­grundbild. (Zum Beispiel bevorzugt Facebook Videos gegenüber anderen Inhalten.) Das Tool ist nicht ganz einfach zu instal­lieren, aber eine Anleitung hilft dabei. Dieser Artikel stellt das Tool vor.

 

 

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