Mit Zeich­nun­gen den Work­shop­teil­neh­mern das Thema Fund­rai­sing näher­brin­gen. Die Zukunfts­werk­statt des Kultur­ver­eins mit klei­nen Grafi­ken erklä­ren. Den Ablauf des Förder­an­trags auf der Website mit Grafi­ken verständ­lich machen. Visua­li­sie­ren unter­stützt Non-Profit-Orga­ni­sa­tio­nen in vielen Berei­chen.

Im Buch Visua­li­sie­ren zeigt die Autorin Clau­dia Bingel auf 128 Seiten, wie Visua­li­sie­rung gelingt. Das Buch deckt in vier Kapi­teln diese Inhalte ab:

  • Was gehört zu einer guten Visua­li­sie­rung?
  • Mit Power­Point visua­li­sie­ren
  • Mit Flip­charts visua­li­sie­ren und
  • Ideen und passende Bilder finden.

Eine gute Visua­li­sie­rung

Das erste Kapi­tel führt ins Thema ein. Der Autorin zufolge gibt es vier verschie­dene Visua­li­sie­rungs­stile. Diese beru­hen auf den verschie­de­nen Verhal­tens­wei­sen der Menschen nach der LIFO® Methode. Die Autorin empfiehlt, die verschie­de­nen Stile zu  mischen, um unter­schied­li­che Visua­li­sie­rungs­ty­pen anzu­spre­chen.

Eine Check­liste hilft, sich vor der Konzep­tion der Visua­li­sie­rung über die Ziel­gruppe klar zu werden. Wenn es zum Visua­li­sie­ren geht, geben sechs Grund­prin­zi­pien der Visua­li­sie­rung Anhalts­punkte für eine gelun­gene Visua­li­sie­rung. Eine Visua­li­sie­rung kannst du verbes­sern, indem du sie auf diese Grund­prin­zi­pien hin über­prüfst. Schön wäre hier noch eine Check­liste gewe­sen, die diese Prüfung noch einfa­cher macht.

Im Anschluss stellt die Autorin unter­schied­li­che Visua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten vor: Von Info­gra­fi­ken über Symbole bis zu eige­nen Zeich­nun­gen. Ganz dem Thema des Buches nach werden diese Möglich­kei­ten natür­lich grafisch darge­stellt. Wer nach einer Möglich­keit oder Inspi­ra­tion sucht, sollte dieses Unter­ka­pi­tel durch­blät­tern. Kurz und prägnant sind die wich­tigs­ten Möglich­kei­ten und ihre jewei­lige Wirkung darge­stellt.

In einer Tabelle werden die Wirkung, die Stär­ken und Schwä­chen von Power­Point-Präsen­ta­tio­nen und Flip­charts einan­der gegen­über­ge­stellt. Eine Check­liste mit Fragen hilft, das geeig­nete Medium auszu­su­chen. Tipps zur Kombi­na­tion beider Tools runden das Kapi­tel ab.

Visua­li­sie­ren mit Power­Point

Das nächste Kapi­tel widmet sich dem Thema Visua­li­sie­ren mit Power­Point. Einige Hinweise sind werden dem Leser hier schon bekannt sein, soll­ten aber meiner Erfah­rung nach öfter befolgt werden. Inter­es­sant sind beson­ders die Hinweise zur Anord­nung von Texten und Bildern auf Folien. Schlechte Beispiele und verbes­serte Versio­nen der Power­Point-Folien illus­trie­ren die Tipps. Weitere Hinweise betref­fen die Präsen­ta­tion selbst: Wie entsteht Abwechs­lung? Wie vermei­den, dass der Spre­cher über­flüs­sig wird? Kann das White­board als Alter­na­tive zu Power­Point oder als Ergän­zung dienen?

Visua­li­sie­ren mit Flip­charts

Das Kapi­tel zur Visua­li­sie­rung an Flip­charts beschäf­tigt sich zunächst mit der Frage, wann und wie Flip­charts einge­setzt werden soll­ten. Die Autorin erklärt, welche Stifte für die Flip­chart geeig­net sind, wie sich die Lesbar­keit erhö­hen und Schreib­feh­ler korri­gie­ren lassen. Flip­chart-Beispiele zeigen Layout­mög­lich­kei­ten, sowie den Einsatz von Struk­tur­ele­men­ten, Farbe und Schat­ten. Und wer viel Mühe in die Erstel­lung der Flip­charts inves­tiert, freut sich über die Tipps zum Trans­port und der Konser­vie­rung der Flip­charts. Und wie visua­li­siere ich live, etwa in Bespre­chun­gen? Sieben Seiten geben Hilfe­stel­lun­gen zu diesem Thema.

Ideen für die Visua­li­sie­rung

Und wie soll ich bitte „Prüfungs­vor­be­rei­tung“ visua­li­sie­ren?“

Das letzte Kapi­tel geht darauf ein, wie Ideen für die Visua­li­sie­rung gefun­den werden können. Drei Wege führen zum Ziel: Ein persön­li­cher Ideen­spei­cher, Krea­ti­vi­täts­tech­ni­ken für eigene Ideen und die Inspi­ra­tion durch und Einbin­dung von Bildern aus dem Inter­net. Zu jedem Weg finden sich Beispiele aus der Praxis in rot hinter­leg­ten Käst­chen.

Im Anhang findet sich eine Grafik- und Flip­chart­ga­le­rie mit Visua­li­sie­rungs­bei­spie­len. Neun Power­Point-Folien, zwei Info­gra­fi­ken und 12 Flip­charts geben Inspi­ra­tion. Die Power­Point-Folien sind als schlechte und als verbes­serte Version darge­stellt.

Was bietet das Buch?

Wer einen Einstieg ins Thema Visua­li­sie­rung sucht, wird mit dem Buch voll­kom­men zufrie­den sein. Das Design des Buches ist leser­freund­lich: Beispiele und Zusam­men­fas­sun­gen sind unter­schied­lich farb­lich hinter­legt und mit Symbo­len ausge­stat­tet. Ein Stich­wort­ver­zeich­nis erleich­tert die Suche. Etwas schwie­rig finde ich das Thema Visua­li­sie­rungs­stile und den Hinweis des Mischens der Stile. Dies wird nicht näher behan­delt, kann aber schnell auf chao­tisch wirkende und schwie­rig nach­zu­voll­zie­hende Power­Point-Folien hinaus­lau­fen.

Wie zeichne ich einen Menschen auf einer Flip­chart? Wie zeichne ich ein Gebäude, welches mit „Poli­tik“ asso­zi­iert wird?“

Was das Buch nicht leis­tet, ist, auf die konkrete zeich­ne­ri­sche Umset­zung einzu­ge­hen. Sche­ma­ti­sche Darstel­lung von Menschen, Tieren oder Gegen­stän­den werden nicht behan­delt. Statt­des­sen werden für abstrakte oder komplexe Sach­ver­halte Wege zur Visua­li­sie­rung aufge­zeigt, etwa die Krea­ti­vi­täts­tech­ni­ken.  Damit gelangt man z. B. zur Idee: „Ich visua­li­siere Selbst­stärke, indem ich eine Person zeichne, in deren Kopf eine Hantel zu sehen ist.“ Wie dies zeich­ne­risch umge­setzt werden kann, muss mit ande­ren Quel­len gelernt werden.

Infos zum Buch:

Visua­li­sie­ren. von Clau­dia Bingel, 2012. 128 Seiten. Preis: 4€ als eBook PDF.

(Ich bekomme übri­gens kein Geld für diese Rezen­sion.)

Du willst deine Visua­li­sie­rungs­fä­hig­kei­ten weiter vertie­fen? Wie wäre es mit der Visua­li­sie­rung von Daten? Einen Buch­tipp findest du hier.

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