In die­ser Arti­kel­se­rie zeige ich dir, wie du für deine Non­pro­fit-Orga­ni­sa­tion Info­gra­fi­ken erstellst und ver­brei­test. In die­sem Arti­kel gebe ich dir Tipps zum Design der Info­gra­fik für deine Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­tion.

Über­sicht über die Arti­kel­se­rie

Farb­wahl für deine Info­gra­fik

Bei der Farb­wahl gilt für Dia­gramme: Weni­ger ist mehr. Einige Wege zu einem Farb­schema für deine Info­gra­fik:

  1. Du nutzt die Farbe dei­ner Orga­ni­sa­tion, des Pro­jekts oder der Publi­ka­tion, in der die Info­gra­fik gedruckt wird. Diese Farbe, einige ihrer Schat­tie­run­gen und einige Grau-Töne erge­ben dein Farb­schema. Anstelle der Grau-Schat­tie­run­gen kannst du auch eine andere helle, neu­trale Farbe wäh­len.
  2. Du erstellst ein Farb­schema aus einer oder zwei Schmuck­far­ben, ihren Schat­tie­run­gen, plus Grau-Schat­tie­run­gen. Anstelle der Grau-Schat­tie­run­gen kannst du auch eine andere helle, neu­trale Farbe wäh­len.
  3. Du erstellst ein Farb­schema mit ver­schie­de­nen bun­ten Far­ben, die zuein­an­der pas­sen. Dabei hel­fen dir die Tools, die ich dir unten vor­stelle. Ein neues Farb­schema macht Sinn, wenn du die The­ma­tik der Info­gra­fik auch mit Far­ben dar­stel­len willst, z. B. das Thema „Umwelt“ in Grün- und Braun­tö­nen oder „Kin­der“ in bun­ten Far­ben. Oder wenn deine Info­gra­fik aus einer Illus­tra­tion besteht, die mehr Far­ben benö­tigt.

Ein­satz von Grau

Grau eig­net sich, um Ele­mente her­vor­zu­he­ben. Setze das, was wich­tig ist, in Farbe. Das, was weni­ger wich­tig ist, aber zum Ver­ste­hen essen­ti­ell, setzt du in grau.

Die fol­gende Gra­fik legt den Fokus auf den Anteil der Schü­ler, die ihre digi­ta­len Kom­pe­ten­zen erwei­tert haben. Die ande­ren 5% sind im neu­tra­len Grau gehal­ten.

Infografiken mit großer Prozentzahl, Donut-Diagramm und Schrift. Orange gehalten sind "95%" plus der dazugehörige Anteil am Donut-Diagramm, der Rest ist grau

Bei­spiel: Die Kate­go­rie „weiß nicht“ weg­zu­las­sen, wäre nicht rich­tig. Schließ­lich fehlt so ein gro­ßer Teil der Ant­wor­ten. Die Ant­wort­zah­len wären für den Betrach­ter ver­zerrt. Das Grau zeigt dem Betrach­ter, wel­che Ant­wor­ten rele­vant sind, in die­sem Fall „ja“ und „nein“. Liegt dein Fokus auf der Zahl der Men­schen, die „weiß nicht“ geant­wor­tet haben? Dann färbe die ande­ren Ant­wor­ten in Grau­tö­nen und diese Ant­wort in Farbe.

Eine Frage mit mehreren Antwortmöglichkeiten: ja, nein, weiß nicht. Ja und nein sind farbig, "weiß nicht" in grau.

Far­ben kon­se­quent nut­zen

Nutze Far­ben kon­se­quent: Die Farbe dei­ner Über­schrif­ten bleibt gleich. Du hast einen Grund, die Farbe der Über­schrif­ten zu ändern? Etwa damit unter­schied­li­che The­men­be­rei­che unter­schied­li­che Far­ben erhal­ten? Dann mach das. Aber: Ändere nicht grund­los stän­dig die Farbe dei­ner Über­schrif­ten glei­chen Rangs, die Farbe der Beschrif­tun­gen, etc.

Nütz­li­che Tools bei der Farb­wahl

In mei­ner Tool­liste zu Design fin­dest du Tools, die dir bei der Farb­wahl hel­fen. An die­ser Stelle möchte ich dir noch zwei Tools vor­stel­len, die beson­ders für die Daten­vi­sua­li­sie­rung nütz­lich sind.

Für Daten­vi­sua­li­sie­run­gen, etwa Kreis­dia­gramme, benö­tigst du häu­fig Schat­tie­run­gen einer Farbe. Diese las­sen sich ganz schnell und ein­fach mit dem Chromas.js Color Scale Hel­per fin­den. Gib ein­fach eine Start­farbe, etwa die Farbe dei­ner Orga­ni­sa­tion, und min­des­tens eine zweite Farbe, etwa ein dunk­le­rer Ton der Farbe, ein. Dar­aus erstellt das Tool dir eine Reihe von Farb­tö­nen. Die Anzahl der Far­ben, die du brauchst, wählst du ein­fach aus. So habe ich im Hand­um­dre­hen Schat­tie­run­gen zu  mei­ner Blog­farbe gefun­den:

Schattierungen meiner Blogfarbe

Im Color­pi­cker for Data erstellst du Farb­ver­läufe und erhältst die Far­ben aus dem Ver­lauf für deine Daten­vi­sua­li­sie­rung. Das Tool zeigt dir, wie die Far­ben in einer Visua­li­sie­rung zusam­men aus­se­hen anhand einer Karte der USA.

Viz Palette hat meh­rere prak­ti­sche Funk­tio­nen: Kopiere ein­fach die hex-Werte dei­nes Farb­sche­mas in das Käst­chen links. Du wählst unter „Color Popu­la­tion“ ver­schie­dene Farb­seh­stö­run­gen aus und siehst, ob sich deine Far­ben auch mit einer Farb­seh­stö­rung aus­rei­chend von­ein­an­der unter­schei­den. Außer­dem zeigt dir das Tool, wie die Far­ben zusam­men in Dia­gram­men wir­ken. Wei­ter unten zeigt dir das Tool, ob die Far­ben auf gro­ßen oder klei­nen Flä­chen oder als dünne Linien schwie­rig zu unter­schei­den sind.

Hilfe, wie finde ich denn jetzt die rich­ti­gen Far­ben?!

Du brauchst mehr Hilfe, um ein Farb­schema zu ent­wi­ckeln? Laura Eliza­beth zeigt dir Schritt für Schritt, wie du eine Farbe, eine Akkzent­farbe und Grau­töne zu einem Farb­schema kom­bi­nierst. Willst du mehr Far­ben mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren oder hast noch kei­nen Plan? Dann sieh dir den Arti­kel von Came­ron Chap­man zu Far­ben für Desi­gner an, der dir viele ver­schie­dene Farb­sche­mas zeigt und erklärt, wie du zu einem eige­nen Farb­schema kommst.

Ach­tung, Les­bar­keit

Hast du Far­ben gefun­den?

Prüfe kri­tisch, ob deine Schrift­farbe und der Hin­ter­grund genug Kon­trast auf­wei­sen. Es soll den Leser nicht anstren­gen, deine Info­gra­fik zu lesen! Ver­meide Far­ben, die die Augen anstren­gen, z. B. kras­ses Pink. Das kann sich in Print und Online durch­aus unter­schei­den.

Genü­gend Kon­trast sollte auch zwi­schen den Far­ben, die du in Dia­gram­men oder auf Kar­ten ein­setzt, bestehen.

Bar­rie­re­freie Farb­wahl

Auch wenn du viel­leicht denkst, „Meine Leser wer­den das schon lesen kön­nen“, Kon­trast ist wich­tig, damit der Text auch für Men­schen mit ein­ge­schränk­ten Seh­fä­hig­kei­ten zugäng­lich ist.

Diese drei Tools hel­fen dir, den Kon­trast zwi­schen Far­ben zu tes­ten. Suche dir eins aus, wel­ches in der Bedie­nung gefällt:

Das Tool Con­trast Che­cker gibt an, ob der Kon­trast zwi­schen den gewähl­ten Far­ben für Online-Gra­fi­ken aus­rei­chend ist. Das Tool Acces­si­ble Colors lie­fert dir sogar einen alter­na­ti­ven Farb­wert, wenn die Les­bar­keit dei­ner gewähl­ten Far­ben im Web nicht aus­reicht. Mit dem Kon­trast­rech­ner von leserlich.info las­sen sich die Les­bar­keit für Web und Druck berech­nen.

Außer Kon­trast soll­test du beach­ten, Far­ben so ein­zu­set­zen, dass auch Men­schen mit einer Farb­seh­stö­rung deine Gra­fi­ken ver­ste­hen. Deine Farb­pa­lette kannst du, wie beschrie­ben, bei Viz Palette tes­ten. Bei Cob­lis kannst du ein Bild hoch­la­den und dir anse­hen, wie Men­schen mit Farb­seh­stö­rung das Bild wahr­neh­men. Wie du das Farb­schema änderst, falls es nicht bar­rie­re­frei ist, erklärt dir Gre­gor Aisch.

Pro­bleme beim Far­ben fin­den? Zu wenig Far­ben, nicht bar­rie­re­frei oder schwer zu unter­schei­den? Gra­phic gibt Tipps, wie du Pro­bleme bei der Farb­wahl löst.

In die­ser Arti­kel­se­rie zeige ich dir, wie du für deine Non­pro­fit-Orga­ni­sa­tion Info­gra­fi­ken erstellst und ver­brei­test. In die­sem Arti­kel gebe ich dir Tipps zum Design der Info­gra­fik für deine Non-Pro­fit-Orga­ni­sa­tion.

 

Die Arti­kel­se­rie zu Info­gra­fi­ken

 

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