Heute zeige ich dir einige Tipps rund um das Thema Text und Sei­ten in Scri­bus.

Mus­ter­sei­ten

Du hast Ele­mente, die auf meh­re­ren Sei­ten erschei­nen sol­len? Dann hel­fen dir Mus­ter­sei­ten. Mus­ter­sei­ten sind Vor­la­gen, die du auf deine Sei­ten anwen­dest. Du plat­zierst auf einer Mus­ter­seite z. B. die Sei­ten­zah­len und ein Logo. Dann erschei­nen das Logo und die jewei­lige Sei­ten­zahl auf allen Sei­ten, die auf die­ser Mus­ter­seite beru­hen. Prak­tisch!

Fan­gen wir mal an.

Zuerst rich­ten wir eine neue Mus­ter­seite ein. Auf der Mus­ter­seite soll unten jeweils außen die Sei­ten­zahl erschei­nen. Außer­dem möch­ten wir, dass ein Logo auf der Seite oben rechts zu sehen ist.

Wir benö­ti­gen zwei Mus­ter­sei­ten. Warum? Weil die Sei­ten­zah­len außen ste­hen sol­len. Wenn die Seite eine linke Seite in der Bro­schüre ist, steht die Sei­ten­zahl links. Ist die Seite eine rechte Seite, steht sie rechts.

Kli­cke auf „Bear­bei­ten“ im Menü. Wähle dann „Mus­ter­sei­ten“.

Zu sehen ist das Hauptmenü, es wurde auf "Bearbeiten" geklickt und im nächsten Schritt wird "Musterseiten" angeklickt.

Es öff­net sich ein klei­nes Fens­ter.

Fenster "Musterseiten bearbeiten"

Kli­cke auf das Sym­bol für „Neue Mus­ter­seite hin­zu­fü­gen“. Es öff­net sich noch ein neues Fens­ter, in dem du den Namen für die Mus­ter­seite ange­ben kannst. Wir nen­nen sie hier ein­mal „Arti­kel-ganz­sei­tig-links“ und wäh­len im Drop­down-Menü dar­un­ter „Linke Seite“ aus.

Hier ist u sehen, wie eine neue Musterseite erstellt und benannt wird.

Danach drückst du OK und erstellst eine wei­tere Mus­ter­seite mit dem Namen „Arti­kel-ganz­sei­tig-rechts“ und wählst dabei im Drop­down-Menü „Rechte Seite“ aus.

In dei­nem Scri­bus Doku­ment siehst du ein Fens­ter mit dem Namen „Über­sicht“. Dort fin­dest du ganz oben unter dem Namen dei­nes Doku­men­tes die Mus­ter­sei­ten, die in dei­nem Doku­ment vor­han­den sind. Dar­un­ter fin­dest du die Sei­ten, also die Sei­ten, die du für deine Bro­schüre ange­legt hast. Siehst du das Fens­ter nicht? Du kannst es akti­vie­ren, indem du im Menü auf „Fens­ter“ klickst, und auf „Doku­ment­struk­tur“ klickst. Dann erscheint das Fens­ter.

Das Fenster "Übersicht" ist zu sehen. Oben steht immer der Name des geöffneten Dokuments. Darunter sind die vorhandenen Musterseiten aufgelistet. Darunter befinden sich alle normalen Seiten.

Um eine Mus­ter­seite zu bear­bei­ten, klickst du ein­fach auf den Namen der Mus­ter­seite in der Über­sicht. Nun kannst du Ele­mente zu der Seite hin­zu­fü­gen. Wir begin­nen mit dem Ras­ter. Wie du ein Gestal­tungs­ras­ter ein­stellst, habe ich im ers­ten Arti­kel zu Scri­bus schon erklärt.

Kli­cke dafür auf „Seite“ im Menü und wähle „Hilfs­li­nien bear­bei­ten“ aus. Es öff­net sich ein Fens­ter, in dem du die Regis­ter­karte (=Tab) „Spalte/Zeile“ anklickst. Dort stellst du das Ras­ter ein. Wir möch­ten hier 6 Zei­len und 6 Spal­ten. Hier ist die Beschrif­tung von Scri­bus etwas irre­füh­rend: Da steht „Spalte / Zeile“. Wenn wir eine Spal­ten­an­zahl von 6 aus­wäh­len, gehen wir davon aus, dass Scri­bus uns 6 Spal­ten ein­stellt, die zwi­schen ein­an­der ins­ge­samt 5 Linien haben. Scri­bus nimmt aber die Zahl 6, die wir ein­ge­ge­ben haben, und erstellt uns so viele Spal­ten, dass dazwi­schen 6 Hilfs­li­nien ver­lau­fen. Wir haben also gar nicht 6 Spal­ten ein­ge­stellt, son­dern 6 Hilfs­li­nien. Das ist ungüns­tig, wir woll­ten doch keine 7 Spal­ten, die von 6 Linien getrennt wer­den. Wir woll­ten 6 Spal­ten. 6 Spal­ten wer­den von 5 Linien getrennt. Also stel­len wir hier „5“ ein, wenn wir 6 Spal­ten wol­len. Zu kom­pli­ziert? Du stellst ein­fach immer eine Zahl weni­ger ein, als du Spal­ten oder Zei­len haben möch­test. Bei 6 Spal­ten: 5 Hilfs­li­nien. Bei 4 Spal­ten: 3 Hilfs­li­nien. Und so wei­ter.

Geöffnet ist das Fenster "Hilfslinien bearbeiten". Dort ist die Anzahl der Spalten auf "9", die Anzahl der Zeilen (vertikal) 6 ausgewählt.

Scri­bus stellt hier 7 Spal­ten ein, obwohl wir 6 ein­ge­stellt haben. Scri­bus nimmt also gar nicht die 6 als Anzahl der Spal­ten, son­dern für Scri­bus ist die 6 die Anzahl der Hilfs­li­nien.

Außer­dem wählst du in die­sem Fens­ter noch den Abstand zwi­schen den Spal­ten und die Ein­stel­lung „Rela­tiv zu Rän­der“. Der Abstand zwi­schen den Spal­ten soll bei uns 5mm betra­gen. Dann klickst du „Auf alle Sei­ten anwen­den“.

Du wählst in diesem Fenster noch den Abstand zwischen den Spalten und die Einstellung „Relativ zu Ränder“. Der Abstand zwischen den Spalten soll bei uns 5mm betragen. Dann klickst du „Auf alle Seiten anwenden“.

Nun fügst du alles, was auf allen Sei­ten, die auf der Mus­ter­vor­lage beru­hen sol­len, in diese Mus­ter­seite ein. In die­sem Fall ist das erst ein­mal das Logo. Dafür ziehst du einen Bild­rah­men auf und lädst ein Logo (oder ein ande­res Bild, soll­test du gerade kein Logo zur Hand haben.) Zu den Sei­ten­zah­len kom­men wir spä­ter.

Nun klickst du in der Über­sicht auf deine Seite 2.

Zu sehen ist das Fenster "Übersicht". Hier wurde die Seite 2 ausgewählt.

Bis­her ist die Seite 2 leer. Rechtsklick -> „Mus­ter­seite anwen­den“.

Rechtsklick auf den Text "Seite 2" in der Übersicht. „Musterseite anwenden“ anklicken.

Es öff­net sich ein Fens­ter.

Zu sehen ist das Fenster "Musterseite anwenden" und dort wurde "Gerade Seitenzahlen" ausgewählt.

Die zweite Seite im Maga­zin ist eine linke Seite. Des­we­gen wäh­len wir für die Mus­ter­seite die linke Arti­kel­seite. Diese wol­len wir auf alle gera­den Sei­ten anwen­den, da diese immer linke Sei­ten sind. „OK“. Nun ist alles, was wir in der Mus­ter­seite ein­ge­fügt haben, auf jeder gera­den Seite zu sehen. Du kannst auf die­selbe Weise auch Ele­mente auf die rechte Mus­ter­seite ein­fü­gen und dann die Mus­ter­seite auf die unge­ra­den Sei­ten anwen­den.

In diesem Screenshot sind die Elemente zu sehen, die auf allen linken Seiten zu sehen sind. Diese sind: Ein Logo und eine Seitenzahl.

Sei­ten­zah­len

Sei­ten­zah­len wirst du sicher für deine Publi­ka­tion brau­chen. Die Sei­ten­zah­len fügen wir ein­fach auf der lin­ken und der rech­ten Mus­ter­seite hinzu. Kli­cke in der Über­sicht auf die linke Mus­ter­seite und ziehe unten links einen klei­nen Text­rah­men auf. Kli­cke dop­pelt auf den Text­rah­men, um in ihm zu schrei­ben. Wenn du das Wort „Seite“ vor die Sei­ten­zahl set­zen möch­test, schreibe es ein­fach in die­sen Text­rah­men. Danach klickst du im Menü auf „Ein­fü­gen“, gehst zu „Zei­chen“ und wählst „Sei­ten­zah­len“.

Danach klickst du im Menü auf „Einfügen“, gehst zu „Zeichen“ und wählst „Seitenzahlen“.

Nun kopierst du den Text­rah­men und fügst ihn auf der rech­ten Mus­ter­seite ein. Achte dar­auf, dass die Sei­ten­zah­len jeweils gleich weit zum Rand ent­fernt sind. Ori­en­tiere dich dafür an den Hilfs­li­nien und dem Sei­ten­rand. Auf der rech­ten Seite könn­ten sie rechts außen, auf der lin­ken links außen ste­hen. Du kannst natür­lich auch eine andere Posi­tion für die Sei­ten­zah­len wäh­len.

Gehst du nun auf die Sei­ten dei­ner Publi­ka­tion (über das Fens­ter „Über­sicht“), siehst du, das auf den Sei­ten jeweils die Sei­ten­zahl steht. Damit auf dem Deck­blatt keine Sei­ten­zahl sicht­bar ist, wähle ein­fach eine Mus­ter­seite für das Deck­blatt, die keine Sei­ten­zahl trägt, oder setze im Fens­ter „Mus­ter­seite anwen­den“ einen Haken vor „Bereich“ und stelle als erste Zahl danach die 2 ein.

Du möch­test, dass die erste Seite gar nicht mit­ge­zählt wird? Ich zeige dir, wie du eine andere als die vor­ein­ge­stellte Num­me­rie­rung ein­stellst. Kli­cke im Menü auf „Datei“ und dann auf „Doku­ment ein­rich­ten“. In dem Fens­ter, wel­ches sich öff­net, scrolle links her­un­ter und wähle „Abschnitte“. Hier kannst du ver­schie­dene Abschnitte fest­le­gen und ange­ben, wel­che Sei­ten­zah­len sie bekom­men sol­len. Wir brau­chen drei Abschnitte: Die erste Seite, die ohne Sei­ten­zahl sein soll, und nicht mit­ge­zählt wer­den soll. Den Mit­tel­teil, auf dem über­all Sei­ten­zah­len zu sehen sein sol­len. Und die Rück­seite unse­res Hef­tes, die eben­falls keine Sei­ten­zahl trägt.

Klicke im Menü auf „Datei“ und dann auf „Dokument einrichten“. In dem Fenster, welches sich öffnet, scrolle links herunter und wähle „Abschnitte“.

Kli­cke zunächst auf „Hin­zu­fü­gen“ unten im Fens­ter. Dadurch fügst du einen Abschnitt hinzu.

Stelle dafür das ein, was du im Screen­shot siehst:

Drei Abschnitte wurden erstellt: Cover, Innenteil und Rückseite. Für Cover stellst du keinen Haken bei "sichtbar" ein, und auch für die Rückseite nicht. Nur für den Innenteil stellst du den Haken bei "sichtbar" ein. Bei dem Cover trägst du bei "von" "bis" jeweils "1" ein. Den Stil lässt du, wie er voreingestellt ist. Beginn ist "1". Für den Innenteil trägst du bei "von" "2" ein, bei "bis" "12", den voreingestellten Stil und "Beginn" "1". Für die Rückseite trägst du bei "von" und "bis" "12" ein, den voreingestellten Stil und bei "Beginn" "1".

Um einen Wert zu bear­bei­ten, musst du nur drauf kli­cken und einen ande­ren Wert ein­ge­ben. Was bedeu­ten diese Werte? Wie du siehst, ist der erste Abschnitt von 1 bis 1. Das bedeu­tet, er geht von Seite 1 bis Seite 1. Der zweite Abschnitt geht dem­nach von Seite 2 bis Seite 12, das ist unser Innen­teil. Und der dritte Abschnitt beginnt auf Seite 12 und endet auf Seite 12, das ist unsere Rück­seite. Mit dem Häk­chen in der Spalte „Sicht­bar“ stellst du ein, ob die Sei­ten­zah­len in die­sem Bereich sicht­bar sein sol­len. Und unter Beginn ist ver­merkt, mit wel­cher Sei­ten­zahl die Sei­ten­zäh­lung in die­sem Abschnitt begin­nen soll. Du könn­test so auch meh­rere Kapi­tel in einem Buch erstel­len, die jeweils wie­der von vorne mit der Sei­ten­zäh­lung begin­nen.

Inhalts­ver­zeich­nis

Auch ein Inhalts­ver­zeich­nis, das auto­ma­tisch die Sei­ten­zah­len zu den Text­ab­schnit­ten zeigt, ist prak­tisch. Zuge­ge­ben, da ist Scri­bus noch sehr aus­bau­fä­hig. Der Vor­teil eines Inhalts­ver­zeich­nis­ses in Scri­bus ist: Es zeigt dir auto­ma­tisch, auf wel­chen Sei­ten deine Texte ste­hen. Der Nach­teil: Es aktua­li­siert sich nicht selbst­stän­dig. Du musst es jedes Mal neu anfor­dern, wenn du einen neuen Text zum Inhalts­ver­zeich­nis hin­zu­fü­gen möch­test, und auch, wenn du Texte auf eine andere Seite ver­schiebst und sich so die Sei­ten­zah­len ändern. Mein Tipp: Erstelle erst deine Texte und Über­schrif­ten. Sei dir sicher, dass die Texte unge­fähr so auf den Sei­ten ste­hen wer­den. Dann kannst du das Inhalts­ver­zeich­nis erstel­len. Ändert sich noch etwas, for­derst du zwi­schen­durch ein neues Inhalts­ver­zeich­nis an. Oder du erstellst es erst direkt vor dem Export als PDF. Auf jeden Fall soll­test du zur Sicher­heit vor jedem Export als PDF das Inhalts­ver­zeich­nis neu erstel­len las­sen. (Das geht sehr schnell, keine Angst. Und du musst es ja eigent­lich auch nur machen, wenn du sicher sein musst, dass die Sei­ten­zah­len stim­men. Das trifft also vor allem vor der Frei­gabe durch deine Chefs und vor dem Export für den Druck zu. Zwi­schen­durch sind die rich­ti­gen Sei­ten­zah­len viel­leicht gar nicht so wich­tig.)

Ach­tung: Wenn du dein Inhalts­ver­zeich­nis aus Bil­dern und meh­re­ren Text­rah­men an ver­schie­de­nen Stel­len bestehen soll, dann musst du es kom­plett manu­ell erstel­len.

Wenn nicht, dann hat das Scri­bus-Inhalts­ver­zeich­nis den Vor­teil, dass du nicht das ganze Inhalts­ver­zeich­nis abtip­pen und dann jedes Mal von Hand ändern musst.

Erstelle nun zunächst einen Text­rah­men dort, in dem dein Inhalts­ver­zeich­nis ste­hen soll. Gehe dann in die Eigen­schaf­ten­pa­lette und benenne den Text­rah­men „Inhalts­ver­zeich­nis“.

Erstelle nun zunächst einen Textrahmen dort, in dem dein Inhaltsverzeichnis stehen soll. Gehe dann in die Eigenschaftenpalette und benenne den Textrahmen „Inhaltsverzeichnis“.

Auch deine ande­ren Text­rah­men kannst du benen­nen, so fin­dest du sie leich­ter.

Dann gehst du auf „Datei“ -> „Doku­ment ein­rich­ten“. Im Fens­ter, das sich öff­net, scrolle links her­un­ter und gehe auf „Eigen­schaf­ten des Doku­ment­ob­jekts“.

Dann gehst du auf „Datei“ -> „Dokument einrichten“. Im Fenster, das sich öffnet, scrolle links herunter und gehe auf „Eigenschaften des Dokumentobjekts“.

Kli­cke „Hin­zu­fü­gen“ und dann auf das Feld in der ers­ten Zeile unter „Namen“. Dort gibst du „Inhalt“ ein. Kli­cke dann auf das Feld unter Wert.

Klicke „Hinzufügen“ und dann auf das Feld in der ersten Zeile unter „Namen“. Dort gibst du „Inhalt“ ein. Klicke dann auf das Feld unter Wert.

Nun gehst du unter­halb von „Eigen­schaf­ten des Doku­ment­ob­jekts“ auf „Inhalts­ver­zeich­nisse und Indi­zes“. (In Ver­sion 1.5.3 heißt es “Inhalts­ver­zeich­nisse”.)

Nun gehst du unterhalb von „Eigenschaften des Dokumentobjekts“ auf „Inhaltsverzeichnisse und Indizes“. (In Version 1.5.3 heißt es "Inhaltsverzeichnisse".)

Dort wählst du „Hin­zu­fü­gen“. Rechts stellst du fol­gen­des ein: Bei „Bezeich­nung des Doku­men­ten­ob­jekts“ stellst du „Inhalt“ ein. (Oder den Namen, den du vor­hin bei „Eigen­schaf­ten des Doku­ment­ob­jekts“ ein­ge­stellt hast, falls du nicht „Inhalt“ gewählt hast.) Ziel­rah­men ist der Text­rah­men, in dem das Inhalts­ver­zeich­nis ste­hen soll. Wir haben ihn vor­hin „Inhalts­ver­zeich­nis“ genannt, also wählst du das aus. Du kannst die Posi­tion der Sei­ten­num­mer aus­wäh­len, also ob sie hin­ter dem jewei­li­gen Text zur Seite oder davor ste­hen soll. Du kannst hier auch ein­stel­len, dass die Sei­ten­zah­len im Inhalts­ver­zeich­nis nicht sicht­bar sein sol­len.

Nun klickst du unten auf „OK“.

Objekte zum Inhalts­ver­zeich­nis hin­zu­fü­gen

Woher soll Scri­bus wis­sen, wel­che Text­rah­men, Bild­rah­men oder For­men du im Inhalts­ver­zeich­nis möch­test? Das müs­sen wir ihm also noch mit­tei­len. Dafür klickst du auf jedes Ele­ment, wel­ches in das Inhalts­ver­zeich­nis soll, rechts. Wie du das ent­schei­dest?

Ein Inhalts­ver­zeich­nis zeigt meis­tens ja die ver­schie­de­nen Unter­ab­schnitte des Tex­tes. Diese haben nor­ma­ler­weise eine Über­schrift. Im Inhalts­ver­zeich­nis steht, auf wel­cher Seite der Unter­ab­schnitt des Tex­tes anfängt. Nor­ma­ler­weise ist das die Seite, auf der die jewei­lige Über­schrift zu die­sem Text steht. Du nimmst also immer den Text­rah­men, in dem die Über­schrift zu dem Text steht, der im Inhalts­ver­zeich­nis erschei­nen soll.

Nach dem Rechtsklick auf eine Über­schrift wählst du im Kon­text­menü „Attri­bute“.

Nach dem Rechtsklick auf eine Überschrift wählst du im Kontextmenü „Attribute“.

Es öff­net sich ein Fens­ter.

Zu sehen ist das Fenster, was sich öffnet, nachdem du Rechtsklick auf die Überschrift geklickt und "Attribute" ausgewählt hast.

Hier klickst du auf „Hin­zu­fü­gen“. Dann wählst du im Drop­down­menü unter „Name“ „Inhalt“ aus.

Hier klickst du auf „Hinzufügen“. Dann wählst du im Dropdownmenü unter „Name“ „Inhalt“ aus.

Wenn du das Doku­ment­ob­jekt zu Beginn anders genannt hast, musst du hier ent­spre­chend den ande­ren Namen ein­tra­gen. Dann schreibst du unter „Wert“ den Text, der spä­ter im Inhalts­ver­zeich­nis ste­hen soll. Bei mir ist das ein­fach noch­mal der Text der Über­schrift.

Du klickst auf „OK“.

Dies ist der Weg, wie du ein Objekt zum Inhalts­ver­zeich­nis hin­zu­fügst. Das musst du für jedes Objekt machen, wel­ches in dei­nem Inhalts­ver­zeich­nis auf­ge­führt wer­den soll.

Dann gehst du im Menü auf „Extras“ und wählst „Inhalts­ver­zeich­nis erstel­len“. Nun sollte in dem Text­rah­men, den du für dein Inhalts­ver­zeich­nis aus­ge­sucht hast, das Inhalts­ver­zeich­nis erschei­nen. Wenn das nicht geklappt hast, gehe noch­mal zu „Doku­ment ein­rich­ten“. (Im Menü unter „Datei“). Dort wähle noch ein­mal „Inhalts­ver­zeich­nisse und Indi­zes“. Wahr­schein­lich steht bei „Ziel­rah­men“ rechts „keine“. Manch­mal nimmt Scri­bus die Ände­run­gen hier nicht so rich­tig an. Mar­kiere noch­mal in der Mitte dein Inhalts­ver­zeich­nis, wie im Screen­shot zu sehen.

Klicke im rechten Fenster auf "Inhaltsverzeichnis" um es auszuwählen.

Dann änderst du den Ziel­rah­men. Kli­cke unten „Anwen­den“ und ver­lasse das Fens­ter „Doku­ment ein­rich­ten“. Pro­biere erneut, über „Extras“ im Menü „Inhalts­ver­zeich­nis erstel­len“ aus­zu­wäh­len. Jetzt soll­test du ein Inhalt­ver­zeich­nis bekom­men.

Lei­der aktua­li­siert sich das Inhalts­ver­zeich­nis nicht selbst­stän­dig. Aber nach dem ers­ten Ein­rich­ten brauchst du nur noch wie­der „Inhalts­ver­zeich­nis erstel­len“ ankli­cken, damit sich die Sei­ten­zah­len aktua­li­sie­ren oder wenn du ein neues Objekt über „Attri­bute“ zum Inhalts­ver­zeich­nis hin­zu­ge­fügt hast.

Ja, hier ist Scri­bus recht umständ­lich.

Bei­spiel­text ver­wen­den

Scri­bus hat eine sehr nette Funk­tion, den Bei­spiel­text. Den kennst du viel­leicht von InDe­sign: Text, der in Text­rah­men gefüllt wird, damit du dir vor­stel­len kannst, wie die Seite spä­ter aus­sieht, auch wenn du die Texte noch nicht hast. Das Tolle an Scri­bus ist: Du kannst deutsch­spra­chi­gen Text als Bei­spiel­text ver­wen­den. In InDe­sign ist der Bei­spiel­text (auch Blind­text genannt) der typi­sche Blind­text Lore ipsum. Der hat aber v. a. kurze Wör­ter und sieht ganz anders aus als deut­scher Text, hat so zum Bei­spiel viel weni­ger Tren­nun­gen als deut­scher Text mit sei­nen lan­gen Wör­tern.

Um den Bei­spiel­text für einen Text­rah­men zu ver­wen­den, kli­cke rechts auf den Text­rah­men und wähle „Bei­spiel­text“. Im Fens­ter kannst du dann die Spra­che und die Länge des Bei­spiel­tex­tes ein­stel­len.

Stile ver­wen­den

Stile sind Vor­ga­ben für For­ma­tie­run­gen von Tex­ten. Sie sind sehr prak­tisch, denn oft wer­den Texte immer wie­der gleich for­ma­tiert. Das kannst du alles per Hand machen. Willst du aller­dings die For­ma­tie­rung dei­ner Texte spä­ter ändern, musst du jeden Text ein­zeln ändern. Ein­fa­cher ist die Ver­wen­dung von Sti­len.

Du legst jetzt einen Absatz­stil, also eine Vor­lage für ganze Absätze, an.

Klicke im Menü unter „Bearbeiten“ auf „Stile“.

Kli­cke im Menü unter „Bear­bei­ten“ auf „Stile“.

In dem Fenster, was sich öffnet, klicke auf "Neu".

Es öff­net sich die­ses Fens­ter. Kli­cke auf „Neu“ und wähle in dem Drop­down-Menü, wel­ches sich öff­net, „Absatz­stil“.

Es öffnet sich dieses Fenster. Klicke auf „Neu“ und wähle in dem Dropdown-Menü, welches sich öffnet, „Absatzstil“.

Nun kannst du einen Stil für dei­nen Text erstel­len. Fange mit dem Fließ­text an. Benenne dei­nen Stil zuerst mit einem aus­sa­ge­kräf­ti­gen Namen, damit du ihn spä­ter leicht aus­wäh­len kannst. (Auch wenn du mal einige Wochen nicht wei­ter an dem Doku­ment arbei­test und deine Benen­nung ver­gisst.) Der Fließ­text soll sich außer­dem am Grund­li­ni­en­ras­ter aus­rich­ten. Für den Abstand zwi­schen den Absät­zen wählst du den Abstand zwi­schen den Grund­li­nien des Grund­li­ni­en­ras­ters. Du kannst hier auch etwas ande­res ein­stel­len, du musst aber beden­ken, dass sich der Text am Grund­li­ni­en­ras­ter aus­rich­tet. D. h. ent­we­der ist zwi­schen den Absät­zen min­des­tens eine Zeile frei oder keine Zeile frei. Sobald du einen Abstand ein­stellst, lässt Scri­bus zwi­schen den Absät­zen eine ganze Zeile frei. Weni­ger Abstand als eine Zeile kannst du zwar ein­stel­len, effek­tiv beträgt der Abstand den­noch eine ganze Zeile. Würde Scri­bus zwi­schen den Absät­zen z. B. eine halbe Zeile frei las­sen, würde der Rest des Tex­tes nicht mehr auf dem Grund­ras­ter lie­gen. Das ver­hin­dert aber die Ein­stel­lung „am Grund­li­ni­en­ras­ter aus­rich­ten“. Ent­scheide dich also für oder gegen den Abstand einer Zeile. (Oder mehr, falls dir das sinn­voll erscheint.)

Stelle hier auch ein, ob du Block­satz oder Flat­ter­satz möch­test. Block­satz kennst du sicher aus Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gram­men wie Micro­soft Word. Flat­ter­satz ist das Gegen­teil, also das, was ein­ge­stellt ist, wenn nicht Block­satz ein­ge­stellt ist. Die Zei­len sind unter­schied­lich lang. Beim links­bün­di­gen Flat­ter­satz begin­nen sie links an der­sel­ben Stelle und der Text fließt unter­schied­lich weit, bis die nächste Zeile beginnt.

Im Screen­shot siehst du links Flat­ter­satz, rechts Block­satz.

Im Screenshot ist links Flattersatz, rechts Blocksatz zu sehen. Blocksatz endet an jeder Zeile an derselben Stelle, die Abstände zwischen Buchstaben und Wörtern sind unterschiedlich, sie werden gestreckt.

Inter­es­sant ist auch noch die Ein­stel­lung „Initia­len“. Das sind die gro­ßen Buch­sta­ben zu Beginn eines Absat­zes, die sich über mehr als eine Zeile erstre­cken. (Siehe Screen­shot)

Im Screenshot ist eine Initiale zu Beginn eines Absatzes zu sehen: Der erste Buchstabe erstreckt sich über mehrere Zeilen des normalen Fließtextes.

Initia­len eig­nen sich z. B. für den Beginn eines neuen Kapi­tels in dei­ner Publi­ka­tion.

In der Regis­ter­karte „Zei­chen­stil“ fin­dest du wei­tere Ein­stel­lun­gen für dei­nen Absatz­stil.

In der Registerkarte „Zeichenstil“ findest du weitere Einstellungen für deinen Absatzstil.

Dort las­sen sich Ein­stel­lun­gen wie die Schrift­größe, Schrift­art oder Schrift­farbe vor­neh­men.

Zu sehen ist die Registerkarte "Zeichenstil" in der Einstellungen wie Schriftgröße oder Schriftfarbe eingestellt werden können.

Bist du mit den Ein­stel­lun­gen für den Fließ­text fer­tig, kli­cke auf „Fer­tig“. Nun mar­kiere den Text­rah­men, der den Absatz­stil „Fließ­text“ erhal­ten soll. Gehe in der Eigen­schaf­ten­pa­lette auf „Text“ und auf „Stil ver­än­dern“. Dort wählst du im Drop­down­menü für den Absatz­stil den gewünsch­ten Absatz­stil aus.

Gehe in der Eigenschaftenpalette auf „Text“ und auf „Stil verändern“. Dort wählst du im Dropdownmenü für den Absatzstil den gewünschten Absatzstil aus.

Nun kannst du den Stil über „Bear­bei­ten“ > „Stile“ wei­ter bear­bei­ten. Die Texte, für die du den Absatz­stil aus­ge­wählt hast, pas­sen sich auto­ma­tisch an deine neue For­ma­tie­rung an, ändern also z. B. die Schrift­art.

Text an Pfad aus­rich­ten

Du möchs­test, dass dein Text im Kreis fließt oder einem bestimm­ten Pfad folgt? Auch das ist in Scri­bus mög­lich. Ziehe dafür eine belie­bige Form auf. Kli­cke dann rechts auf die Form, gehe zu „Umwan­deln in“ und wähle „Bézier­kurve“. Die­ser Schritt ist not­wen­dig, sonst fließt der Text spä­ter nicht ent­lang der Form. (Benutzt du die Ver­sion 1.5.3? Dann brauchst du die Form nicht umwan­deln.)

Ziehe dafür eine beliebige Form auf. Klicke dann rechts auf die Form, gehe zu „Umwandeln in“ und wähle „Bézierkurve“. Dieser Schritt ist notwendig, sonst fließt der Text später nicht entlang der Form.

Ziehe einen Text­rah­men auf und schreibe den Text, der die Form umflie­ßen soll, in diese Text­form. Mar­kiere den Text­rah­men und die Form, indem du „Shift“ drückst und dabei den Rah­men und die Form nach­ein­an­der anklickst. Kli­cke im Menü oben auf „Objekt“ und auf „Text auf Pfad aus­rich­ten“. (In Ver­sion 1.5.3 ver­steckt sich “Text an Pfad aus­rich­ten” unter “Objekt” > “Pfad­werk­zeuge”.)

Klicke im Menü oben auf „Objekt“ und auf „Text auf Pfad ausrichten“.

Hier fließt der Text um das Rechteck herum.

Um den Text nach­träg­lich zu bear­bei­ten, rechtskli­cke auf die Form und wähle „Text bear­bei­ten“. Es öff­net sich ein klei­ner Edi­tor, in dem du den Text bear­bei­ten kannst. Die­ser Edi­tor nennt sich „Story Edi­tor“. Wenn du fer­tig bist mit der Bear­bei­tung, kli­cke auf den grü­nen Haken, um deine Ände­run­gen zu spei­chern.

Zu sehen ist der "Storyeditor". Dort kannst du deinen Text nachträglich bearbeiten.

Bis zum nächs­ten Arti­kel

So, nun hast du eini­ges an Werk­zeug an der Hand, um etwas in Scri­bus zu gestal­ten. Pro­biere doch mal etwas herum, oder warte auf mei­nen nächs­ten Arti­kel zu die­sem tol­len Pro­gramm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wenn du möchtest, kannst du einen Namen, eine Website und eine E-Mail-Adresse angeben. Diese Daten sowie dein Kommentar und das Datum werden solange gespeichert, bis du widersprichst.

Deine IP-Adresse wird nicht gespeichert. Mehr Informationen zum Datenschutz erhältst du in der Datenschutzerklärung: Zur Datenschutzerklärung