Heute stelle ich drei spannende Methoden für Seminare und Teamsitzungen vor. Ich habe sie auf einem Training für Trainers im letzten Jahr kennengelernt und wollte sie schon länger mit euch teilen.

Speedometer

Besonders begeistert bin ich von dieser kleinen Methode, die sich einfach in jedes Seminar integrieren lässt und meiner Meinung nach einen echten Mehrwert liefert. Du bist dir manchmal nicht sicher, wie schnell deine Teilnehmer den Inhalten im Seminar folgen können? Oder ob du sie sogar unterforderst? Diese Feedback-Methode zeigt dir schnell, ob du das Tempo erhöhen oder drosseln solltest.

Jeder Teilnehmer setzt wie in der Abbildung einen Punkt und zeigt damit, wie er oder sie das Tempo im Seminar empfindet. Links von der Mittellinie bedeutet, das Seminar geht zu langsam voran, rechts davon, das Seminar ist zu schnell für den Teilnehmer.

Entweder du setzt das Speedometer am Ende des Seminars ein und lernst so für die nächsten Seminare. Alternativ erstellst du mehrere Speedometer und lässt die Teilnehmer nach jedem Tag oder Workshop eine Einschätzung zur Schnelligkeit des Seminars geben. Du kannst auch eine Version des Speedometers basteln, die magnetisch ist, und die Teilnehmer können kleine Magnete statt eines Punktes setzen. So brauchst du nur ein Speedometer, anstatt ein Neues für jeden Workshop.

Themenspeicher

Der Themenspeicher ist eine kleine Methode, um bei Diskussionen im Seminar oder in der Teamsitzung nicht vom Thema abzukommen und gleichzeitig über viele Themen zu sprechen. Ihr hängt ein Flipchartpapier an die Wand. Wenn ein neues Thema angeschnitten wird, obwohl das erste Thema nicht fertig diskutiert ist, schreibt ihr das Thema in den Themenspeicher. Zu Ende der Sitzung besprecht ihr die Themen im Themenspeicher, oder legt für jedes Thema einzeln fest, wann ihr das Thema weiter behandelt oder was damit geschieht. Eine Möglichkeit ist auch, dass sich einzelne Arbeitsgruppen mit dem Thema beschäftigen. Wichtig ist, dass ihr die Themen wirklich abarbeitet, sonst fühlen sich diejenigen, die die Themen eingebracht haben, nicht ernst genommen.

Wäscheleine

Diese Methode ist besonders interessant, wenn die Teilnehmer in deinem Seminar Input geben, der die anderen weiterbringt. Ein Beispiel: Bei dem Training für Trainers kannten manche Teilnehmer Methoden für Trainings oder hatten Tipps für bestimmte Situationen parat. An die Wäscheleine wurden die Tipps & Methoden gehängt, die einer aus dem Seminar mitnehmen wollte. So ergab sich eine Art Werkzeugkiste, die später vom Seminarleiter zusammengefasst wurde. Jeder konnte während des Seminars aufstehen und sich einen Zettel nehmen, um einen wichtigen Inhalt oder eine Methode aufzuschreiben und aufzuhängen.

Diese Methode eignet sich auch für Fachbegriffe, die sich die Teilnehmer merken wollen. Taucht ein Fachbegriff auf, der für das Seminarthema relevant ist, schreibt ihn jemand auf und hängt ihn an die „Fachbegriffe-Wäscheleine“. (Wem ein catchy Name für diesen Begriff einfällt, kann ihn gerne in einem Kommentar posten.) Eine Möglichkeit ist, dass der Seminarleiter diese Fachbegriffe später in einer Art Glossar zusammenfasst. Oder die Teilnehmenden schreiben zusammen in Gruppen Definitionen und setzen sich so mit dem Begriff noch einmal auseinander. Das entstandene „Lexikon“ wird vom Seminarleiter geprüft und später an alle Teilnehmer verschickt. Auch kreative Workshops sind möglich. Zum Beispiel, dass die Gruppen ein Foto machen müssen, um den Begriff zu erklären. Oder ihr spielt ein Fachbegriffe-Tabu oder visualisiert die Fachbegriffe in Gruppen.

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